Wohnungspolitische Gespräche der Arbeitsgemeinschaft der Schweinfurter Wohnungsunternehmen
SCHWEINFURT – Die Arbeitsgemeinschaft der Schweinfurter Wohnungsunternehmen hat am 30. Juli 2025 ihre jährlichen wohnungspolitischen Gespräche abgehalten. Die Veranstaltung, an der Vertreter der Stadtwerke Schweinfurt, der THWS und der Gewobau Erlangen teilnahmen, fokussierte sich auf die Herausforderungen der Klimaneutralität und der Wärmewende. Die Mitgliedsunternehmen der ARGE sehen sich demnach mit der Aufgabe konfrontiert, soziale Verantwortung und Klimaschutz in Einklang zu bringen, ohne bezahlbaren Wohnraum zu gefährden.
Herausforderungen der Energiewende
Andreas Göb von den Stadtwerken Schweinfurt stellte die Herausforderungen der Wärmewende vor. Er betonte den hohen Investitionsbedarf für die CO²-neutrale Energieversorgung der Stadt bis 2035, die primär durch den Ausbau der Fernwärme erreicht werden soll. Prof. Dr. Matthias Schicktanz von der THWS präsentierte dazu eine Forschungsarbeit, die darauf abzielt, den Energieverbrauch von Wohngebäuden genauer zu prognostizieren, um Kosten zu senken. Der Bauverein Schweinfurt stellt hierfür Gebäude zur Verfügung.
Ansätze zur Kostensenkung
Tobias Stöhr von der GEWOBAU Erlangen gab Einblicke, wie sein Unternehmen das Spannungsfeld zwischen Klimaschutz und Kosten optimiert. Er stellte das „Energiesprong“-Verfahren vor, bei dem Gebäudefassaden seriell saniert werden, um die energetische Situation zu verbessern. Die Methode eignet sich besonders für standardisierte Gebäude, erfordert aber lange Planungszeiten.
Lokale Zusammenarbeit und politische Rahmenbedingungen
Der neue Baureferent der Stadt Schweinfurt, Rüdiger Köhler, nutzte die Veranstaltung, um sich persönlich vorzustellen. Er betonte die Bedeutung der ARGE-Mitgliedsunternehmen für die Stadtteilgestaltung und warb für ein gemeinsames Miteinander. Hans Maier, Verbandsdirektor des VdW Bayern, berichtete über die landesweite Wohnungssituation, die durch stark gestiegene Baukosten und eine hohe Nachfrage geprägt ist. Er hob hervor, dass die sozial orientierten Wohnungsunternehmen, die eine durchschnittliche Nettokaltmiete von 7,23 €/m² aufweisen, stark auf Förderungen angewiesen sind.
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